Open Banking: Integration – 4.0 Teil III

Open Banking: Offener Wettbewerb

Die Digitalisierung der Technologie schreitet weiter voran und lässt vor allem die Akteure im Bank- und Finanzwesen hinter sich. Die Nutzer, die von den Produkten und Dienstleistungen profitieren, nutzen die Dienste von Finanztechnologieunternehmen („FinTech”), während die großen Akteure, die mit dieser außergewöhnlichen Dynamik nicht Schritt halten können, von jedem Akteur in der Branche praktischere Produkte und Dienstleistungen verlangen. Daher ist es für die Unternehmen im Open-Banking-Ökosystem von Bedeutung, ihre Dienstleistungen unter Berücksichtigung der Faktoren oder Bedürfnisse ihrer Zielgruppen zu konzipieren.

In diesem Lebenszyklus die primär erwähnte Bedarfsanalyse, Informationen über den Zielmarkt, Personen oder Institutionen in Bezug auf die geplanten Aktivitäten sowie die anzuwendenden Marketingstrategien, Strategien für finanzielle Innovation und finanzielle Inklusion, Wettbewerbsbedingungen im Vergleich zur Größe des Ökosystems und Ziele für den Übergang zu einer bargeldlosen Gesellschaft; detaillierte, numerische und analytische Daten werden für die Markteinführungs- und Wachstumsstrategie entscheidend sein.

Fintechs sind in der Regel Start-ups, die es geschafft haben, die Benutzererfahrung unabhängig von etablierten technologischen und finanziellen Strukturen mit einer effektiven Praxis der digitalen Transformation zu verbinden. In diesem Zusammenhang ist es nicht falsch zu sagen, dass FinTechs den Grundstein für das Verschwinden des traditionellen Bankwesens gelegt haben. Zahlungsinstitute, Zahlungsauslösedienstleister, Kontoinformationsdienstleister, E-Geld-Institute, mobile Zahlungsinstitute und Krypto-Asset-Handelsplattformen werden in den kommenden Jahren die am weitesten verbreiteten und etablierten Unternehmen sein.

Finanzielle Innovation und Erweiterung der finanziellen Basis

Open Banking, das an sich schon ein Innovationsnetzwerk ist, basiert auf dem Ziel, das weltweit verbreitete Problem des mangelnden Zugangs zu Finanzdienstleistungen zu lösen. Ebenso ist es unerlässlich, dass Organisationen, die eine Rolle im Open-Banking-Ökosystem spielen möchten, ihre Strategien auf der Grundlage detaillierter Daten entwickeln, um zu ermitteln, inwieweit sie zur Erweiterung der Finanzbasis beitragen können und mit welchen Innovationsmethoden sie dies tun werden. Nur dann können Open-Banking-Plattformen, die dem angestrebten Wert entsprechen, quasi autonome „Bankdienstleistungen” anbieten und auf diesem Netzwerk ihre eigenen Innovationsnetzwerke aufbauen.

Wie wird das Finanzleben in naher Zukunft aussehen?

Open Banking, das ursprünglich als technische Gesetzesänderung wahrgenommen wurde, wird heute von allen Beteiligten als „Chance” angesehen und hat sich zu einem Wendepunkt entwickelt, der die Finanzinfrastruktur und -praktiken der Länder vollständig verändert und weiter verändern wird. Wir erleben derzeit eine Zukunft, in der alle natürlichen und juristischen Personen ihre finanziellen Bedürfnisse wie Zahlungen, Kreditaufnahme, Investitionen und Versicherungen zeit- und ortsunabhängig, vielleicht sogar dezentral und völlig eigenständig erfüllen können.

Der durch diese finanzielle Innovation geschaffene Wert wird zusammen mit der damit verbundenen Vision der finanziellen Inklusion zweifellos die letzten Lücken der Digitalisierung schließen. Die letzten Säulen dieser Brücke werden durch eine bargeldlose digitale Welt ergänzt, in der die Schattenwirtschaft beseitigt wird und Zahlungsdienste, Dienstleister und Nutzer eine solidere Vertrauensbasis aufbauen können. Dies wird durch die Blockchain-Technologie, Big-Data-Analysen und andere Technologien, die von FinTech-Organisationen verfolgt werden, bestätigt, wenn man den Wettbewerb und den Digitalisierungswettlauf zwischen konventionellen Finanzinstituten berücksichtigt.

Die digitale Transformation, das digitale Bankwesen, digitale Systeme und alle abgeleiteten Anwendungen, einschließlich Open Banking, fördern die gesamte Dynamik des Finanzsektors in seiner Dachstruktur auf dem Weg zum „digitalen Selbst“. In dieser Hinsicht sollte die Architektur dieser Transformation, die Gestaltung der erforderlichen Dynamiken in Bezug auf Verfahren und Grundsätze sowie alle Faktoren von Drittanbietern als Ganzes betrachtet werden und so gestaltet sein, dass sie die Dachstruktur nicht beeinträchtigen, sondern in jedem Fall fördern und weiterentwickeln.

Dieser Artikel wurde von GRC LEGAL – Rechtsanwalt Mehmet Şahin im Namen von FINTEO, einem Mitglied von FINTR, verfasst.